August 21, 2018

Gruppentherapie

Diese Gruppenangebote finden endlich wieder statt:

Eltern-Gruppe 

Immer Montags von 9:30-11:00 (z. Zt. keine freien Plätze)

Diese Gruppe richtet sich an Väter oder Mütter, die ihre Beschwerden im Zusammenhang mit der Erziehung oder dem Verhalten ihrer Kinder sehen. Im Austausch mit anderen Betroffenen soll neben dem Erziehungsverhalten vor allem eigene biographische Anteile und Selbstansprüche betrachtet und ggf. verändert werden.

Depressions-Gruppe mit dem Schwerpunkt mit beruflichen Auslösern 

Immer freitags von 9:30 – 11:00 (z. Zt. keine freien Plätze)

Dieses Angebot richtet sich an Teilnehmer, deren Beschwerden in Zusammenhang mit ihrer aktuellen beruflichen Situation stehen. D.h. hier geht es um Stress, Konflikte, Kündigung, private Probleme, Arbeitslosigkeit, Überlastung, Erschöpfung, Mobbing und Ängste und Depressionen. Und natürlich deren Bewältigung.

Biographie und Beziehung (Selbstwert-Gruppe)

Start ab 18.6.20 immer Donnerstags ab 15:00 (z. Zt. keine freien Plätze)

Woher stammen meine zwischenmenschlichen oder emotionalen Muster, welche Auswirkungen haben Sie und wie verändere ich sie langfristig? In dieser Gruppe geht es um das Aufdecken eigener biographischer Anteile sowie die Auswirkungen auf das heutige Beziehungsverhalten.

Ambulante Nachsorgegruppe

in der Planung, Uhrzeit und Tag abhängig von den Teilnehmern.

Sie haben einen stationären oder tagesklinischen Aufenthalt hinter sich und konnten von Gruppenangeboten profitieren? Sie haben Interesse, die erreichten Fortschritte gemeinsam mit anderen Betroffenen zu festigen? In dieser Gruppe geht es neben biographischen Auslösern und den alltäglichen Belastungen vor allem um den Umgang mit sich selbst.

Haben Sie Interesse?

Wenn Sie sich für einen Gruppenplatz interessieren, senden Sie mir bitte eine Email oder über diesen Link eine Anfrage: https://gruppenplatz.de/therapeuten/tobias-bautz

Warum biete ich ambulante Gruppentherapien an?

Ich führe im stationären und ambulanten Bereich seit über 7 Jahren Gruppentherapien durch. Und ich habe immer wieder Folgendes erlebt: Zu Beginn bestehen Skepsis und Zurückhaltung, über persönliche Schwierigkeiten in einer Gruppe zu sprechen. Durch die unschlagbare Erfahrung, sich mit anderen Betroffenen auszutauschen („Ich bin nicht alleine mit meinem Problem!“) fühlen sich die Teilnehmer entlastet und durch gegenseitiges Lernen und durch authentisches Feedback kann man eine ganz neue Sicht auf sich selber entwickeln. Meine persönliche Erfahrung ist, dass eine Gruppe einer Einzeltherapie überlegen sein kann, da in ihr viel mehr psychotherapeutische Wirkfaktoren gleichzeitig aktiv sind.

Grundregeln für die Gruppe sind immer Schweigepflicht, ein wertschätzender und konstruktiver Umgang, Offenheit und Freiwilligkeit.

Wichtig ist eine Ähnlichkeit in der Problematik zwischen den Teilnehmern, worauf ich als Einzeltherapeut bei der Zusammenstellung der Gruppe achte.

Ablauf

Durchschnittlich 6 Teilnehmer mit ähnlicher Thematik einigen sich zur verbindlichen wöchentlichen Teilnahme. Sie haben drei Probetermine, um ein Gefühl dafür zu entwickeln, wie die Gruppensitzungen ablaufen, und um sich zu entscheiden, ob Sie zuverlässig teilnehmen können und möchten. Eine Sitzung dauert 100 Minuten, also doppelt so lange, wie eine Einzeltherapiesitzung. Einzelgespräche sind zwischen den Gruppensitzungen möglich, falls notwendig. Wie im Falle einer Einzelpsychotherapie auch, muss zunächst ein Antrag bei Ihrer Krankenkasse auf Kostenübernahme gestellt werden.

Was könnte Ihnen eine Gruppentherapie bringen?

In einer Gruppentherapie besteht die besondere Möglichkeit, die Unterstützung einer ganzen Gruppe zu erleben, eine Vielzahl von Rückmeldungen zu erhalten und bei anderen Teilnehmern eigene Themen wiederzuentdecken. Der geschützte Rahmen lädt die Teilnehmer ein, sich zu öffnen und neue Kommunikations- und Interaktionsmöglichkeiten auszuprobieren. Sie erfahren, wie sie auf andere wirken und weshalb. Dabei können die Teilnehmer üben, Gedanken und Gefühle auszudrücken, ehrliche Rückmeldungen zu geben und anzunehmen. Dies führt zur Verbesserung der sozialen Kompetenz, des Selbstvertrauens und des Vertrauen in andere. Jeder Teilnehmer bestimmt je nach seiner Vertrautheit mit der Gruppe, wie viel er von sich preisgeben möchte. Dabei ist aber die grundsätzliche Bereitschaft zur Offenheit wichtig. So kann die Gruppe ein Übungsfeld werden, um neues Vertrauen zu entwickeln und sich selbst besser zu verstehen. Die Leitung durch den Therapeuten gibt die Sicherheit, dass die Teilnehmer vor überfordernden Gruppenprozessen geschützt werden.

Hilft das? Ist Einzeltherapie nicht viel intensiver? 

Gruppentherapie ist laut Forschungslage mindestens genauso effektiv wie Einzeltherapie und gehört daher seit Jahren zum Standardbehandlungsverfahren im stationären Setting.

Vor- und Nachteile

Sowohl Einzel- als auch Gruppentherapie haben ihre Stärken. Ein Riesenvorteil ist der zeitnahe Beginn (i.d.R. 4 Wochen nach dem Erstgespräch) und die Dauer (eine Gruppensitzung ist doppelt so lang wie eine Einzelsitzung). Eine Gruppentherapie bringt Möglichkeiten mit sich, die über die einer Einzeltherapie hinausgehen. Im Gruppengeschehen kann sehr viel intensiver geübt werden, sich auf ein Gegenüber einzulassen. Auch werden hier oft Dinge deutlich, die im Eins-zu-eins-Kontakt einer Einzeltherapie nicht auffallen, z. B. bestimmte Muster in der Begegnung mit anderen. In einer Gruppe können Sie Unterstützung durch viele Personen erleben und die Erfahrung machen, dass Sie mit ihren Symptomen nicht alleine sind, was oft sehr entlastend wirkt. Konflikte, die in der Gruppe auftreten, sind eine willkommene Gelegenheit, neue Fähigkeiten der Auseinandersetzung und Konfliktlösung auszuprobieren – und dabei die Sicherheit zu haben, dass der Therapeut Sie dabei unterstützt.

In einer Einzeltherapie ist hingegen mehr Raum für individuelle Themen.

Geht beides?

Zunächst finden einige wenige Einzelgespräche statt, um Ihr Anliegen und das Therapieziel genauer zu verstehen. Dann kann Ihre Teilnahme an der Gruppe starten. In bestimmten Abständen können neue Teilnehmer zu einer Gruppe hinzu kommen, wobei im ersten Gruppentermin besonders viel Raum für das gegenseitige Kennenlernen mit den anderen Gruppenteilnehmern reserviert ist.

Grundsätzlich beantrage ich immer Einzel- und Gruppentherapie als Kombinationsbehandlung und finde mit Ihnen heraus, in wie weit eine Gruppe für Sie hilfreich sein könnte.